Ausgangspunkt der "Freien Initiative" ist ein Schulversuch in Bremen: "Elemente der Waldorfpädagogik in der staatlichen Grundschule". Dabei konnte festgestellt werden, dass die waldorfpädagogischen Methoden auch in staatlichen Schulen
- die individuellen Entwicklungschancen fördern
- die Leistungsbereitschaft erhöhen und
- soziale Fähigkeiten entwickeln.
Im Rahmen des genannten Projektes fand im Februar 2002 eine erste Fachtagung zum Thema: „Waldorfpädagogik an staatlichen Schulen“ statt.
Aus dem dort geführten Gedankenaustausch zwischen Eltern, Lehrern, Studenten und Hochschullehrern entstand der Wunsch, ein Informationsnetz aufzubauen und weitere Tagungen zu veranstalten.
Um dieses Vorhaben zu realisieren, wurde die "Freie Initiative – Waldorfpädagogik an staatlichen Schulen" gegründet.
Der Vorstand der „Freien Initiative Waldorfpädagogik an staatlichen Schulen e.V.“ setzt sich wie folgt zusammen:
- Prof. Dr. Heinz Buddemeier, Bremen (1. Vorsitzender)
- Prof. Dr. Peter Schneider, Paderborn (2. Vorsitzender)
- Ilka Kloss, Oyten
- Tanja Fahrenholz, Bremen
Die „Freie Initiative“ ist unabhängig vom „Bund der Freien Waldorfschulen“.
Eine ausführliche Darstellung des eingangs erwähnten Schulversuchs und der sich daran anschließenden Reflexion findet sich in:
Heinz
Buddemeier / Peter Schneider (Hrsg.):
Waldorfpädagogik und
staatliche Schule –
Grundlagen Projekte Erfahrungen
Stuttgart (Johannes Mayer) 2005 – 208 Seiten, 27 z.T. farbige Abb.,
Broschur, EUR 15,80 (D) / EUR 16,40 (A) /
sFr. 28,30 – ISBN 3-932386-88-4
2008 erfolgte eine Umbenennung in: "Freie Initiative - Waldorfpädagogik im Dialog e.V." Hatte sich der ursprüngliche Name aus der Entstehungsgeschichte der "Freien Initiative" ergeben, so weist die neue Bezeichnung deutlicher auf unser vordringliches Anliegen hin:
In einem stimulierenden Dialog mit Vertretern verschiedener (Reform-)Pädagogiken und Schulformen wollen wir zu neuen Einsichten kommen und langfristig eine Humanisierung von Schule bewirken. Wir sind überzeugt, dass eine humane, wirklich freie Schule nur dadurch zu verwirklichen ist, dass die Abhängigkeit von Financiers (Staat, Wirtschaftsunternehmen oder sonstige Organisationen) überwunden werde. Bildungsgutscheine für jedes Kind und Heranwachsenden könnten eine freie Schulwahl ermöglichen und den Schulen gestatten, ihr Profil zu entwickeln. (1)
In diesem Sinne stand unsere 7. Fachtagung im Mai 2008 unter dem Motto "Wege zur Erneuerung von Schule" (Näheres hierzu unter "Berichte" oder "Fachtagungen"; siehe auch "Bremer Erklärung").
(1) In dem Artikel "Vision: Selbständige Schule - Frei-öffentliche Schulen als Gestaltungsräume für Educational Entrepreneurship" (Zeitschrift für systemische Therapie und Beratung, Heft 2, April 2007, 93-105) stellt Ludwig Paul Häußner, wissenschaftlicher Mitarbeit am "Interfakultativen Institut für Entrepreneurship" der Universität Karlsruhe, das entsprechende Konzept dar.
