Medienerziehung
Innerhalb der Erziehungswissenschaften hat sich in den letzten Jahren die Medienpädagogik etabliert. Ihr Ziel ist die Erziehung zur Medienkompetenz.Es geht in erster Linie darum, diejenigen Kenntnisse zu vermitteln, die nötig sind, um sinnvoll mit den Medien umgehen zu können. Dabei wird das eigentliche Problem, vor das uns die Medien stellen, gar nicht bedacht. Es wird geradezu davon abgelenkt.
Dieses eigentliche Problem besteht – vor allem, wenn es um Kinder und Jugendliche geht – in der drohenden Medienabhängigkeit. Damit ist eine übermäßige Nutzung der Medien gemeint, wobei häufig problematische Inhalte im Mittelpunkt stehen.
Medienerziehung muss selbstverständlich, auf jeweils altersgemäße Weise, Kenntnisse über die verschiedenen Medien vermitteln. Soll der drohenden Medienabhängigkeit entgegengewirkt werden, dann müssen Individualität und Persönlichkeit der zukünftigen Mediennutzer gestärkt werden. Eigeninitiative, Kreativität und Phantasie sind zu fördern, um ein selbst bestimmtes Leben zu ermöglichen. Wirksame Medienerziehung ist nur im Rahmen einer solchen Zielen dienenden Pädagogik möglich.
Weitere Fragen zur Medienerziehung können Sie richten an den
Verein für Medienforschung und Kulturförderung e.V.
Gniddenborg 18, 28870 Ottersberg
oder über: medien@freie-initiative-waldorf.de
In
diesem Verein erscheint ca. einmal jährlich die Zeitschrift „Fakten und
Anregungen zur Beurteilung der Medien“
Literaturhinweise:
Buddemeier, Heinz: Illusion und Manipulation. Die Wirkung von Film und Fernsehen auf Individuum und Gesellschaft, Stuttgart 1987.
Buddemeier, Heinz: Von der Keilschrift zum Cyberspace. Der Mensch und seine Medien, Stuttgart 2001. [ Vergriffen, Restexemplare zu 5,-- ¤, zuzügl. Versandkosten über medien@freie-initiative-waldorfpaedagogik.de ]
Buddemeier, Heinz: Medien und Gewalt. Wie und warum wirken Gewaltdarstellungen? Heidelberg 2006.
Grossmann, Dave / Degaetano, Gloria: Wer hat unsern Kindern das Töten beigebracht? Ein Aufruf gegen Gewalt in Fernsehen, Film und Computerspielen, Stuttgart 2002.
Hübner, Edwin: Mobilfunk – die riskante Kommunikation, Bad Liebenzell ³2004.
Hübner, Edwin: Medien und Gesundheit. Was Kinder brauchen und wovor man sie schützen muss, Stuttgart 2006.
Patzlaff, Rainer: Der gefrorene Blick. Die physiologische Wirkung des Fernsehens und die Entwicklung des Kindes, Stuttgart 2000.
Spitzer, Manfred: Vorsicht Bildschirm! Elektronische Medien, Gehirnentwicklung, Gesundheit und Gesellschaft, Stuttgart 2005.
Veranstaltungshinweise:
Freitag, 25.09.2009 18:30 Uhr
bis
Sonntag, 27.09.2009 12:30 Uhr
Studienhaus Rüspe / Kurs 098 P
mit
Prof. Heinz Buddemeier, Ottersberg-Fischerhude
Brigitte Sattler, Wilhelmsfeld, Eurythmistin
In unserer Zeit haben wir auf der einen Seite die virtuelle Welt mit ihren Fluchtmöglichkeiten und auf der anderen Seite droht der Mensch im alltäglichen Leben zum Rädchen einer großen Maschinerie zu werden. Wenn wir erreichen wollen, dass die Widersacher sich erneut mit einem Teilerfolg - der für sie ein Misserfolg ist - zufrieden geben müssen, dann sind gewaltige Anstrengungen nötig.
Im Sinne dieser Anstrengungen soll im Seminar daran gearbeitet werden, die aktuelle Menschheitssituation - zumindest unter einem Aspekt (Computer, Medien, virtuelle Welt) zu durchschauen.
Kursanmeldung und Zimmerreservierung:
D-57399 Kirchhundem
Telefax: 02759 / 9441-49
E-Mail : studienhaus.ruespe@web.de
